Zwischen der Klaviatur des Lebens und der Unmöglichkeit des Schicksals.

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Ich bin laut, ich bin bunt und ändere jeden Tag meine Form und meine Farbe. Smaragdgrün, indigoblau, schwefelgelb. Das Schreiben ist für mich nicht nur Ausdrucksform meines Inneren, es ist Kunst, Poesie, Freiheit und Sünde!

Ich bin hier, zwischen Chaos und Traum, zwischen Heimat, Heimweh und Aufbruch, zwischen Realität und Fiktion, zwischen Märchen und Wahrhaftigkeit, zwischen der Klaviatur des Lebens und der Unmöglichkeit des Schicksals, zwischen „Sie haben ihr Ziel erreicht“ und „Die Route wird neu berechnet“. Ich werde wohl nie die Liebe für das Ankommen verlieren, aber wurde geboren um zu gehen.

Bagger fahren finde ich mega oder ein Interview ohne Fotos

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Bis jetzt hat anscheinend noch kein männliches Wesen mitbekommen wie toll ich bin.“, schreibt uns Gesche in ihrer Bewerbungsmail. Ganz ehrlich? Hätte ich einen Penis und mehr Brusthaare, als das eine, das mir ständig auf meinem rechten Busen wächst, fände ich sie großartig! Aber hey, das darf ich auch als Frau. Dass das aber gleich mindestens alle Männer, aber auf jeden Fall einer tut, Vorhang auf für Gesche, die zwar Bagger fährt, jedoch kein Bier trinkt. Aber von vorn. Alles begann zwischen Dortmund und Paderborn, zwischen Räuber und Gendarm, zwischen Britney Spears und Rolf Zuckowski, zwischen Flora und Fauna – in Soest. Dort wuchs Gesche nämlich in weißen Plateau Buffalos mit Flammenstickerei, umgeben von viel Natur auf, was sie so gut fand, dass sie dachte: „Landschaftsarchitektur studieren it is!“. In Höxter (ich habe auch keine Ahnung wo das ist) angekommen und nach ein paar Semestern, war sie sich nicht mehr ganz so sicher, ob es das wirklich is. Is ja aber auch völlig egal, weil sich Bachelorarbeiten auch locker in zwei Wochen schreiben lassen und man danach locker Führungskraft im Modeeinzelhandel werden kann. Das macht Gesche nun mit viel Leidenschaft in Ingolstadt, anstatt in Höxter die Begrünung von Kreisverkehren zu planen.

Um das konträre Bild von Gesche weiter bunt auszumalen – Captain America und Justin Bieber findet sie ziemlich heiß. Den einen, weil, äh, Uniform, Sinn für Gerechtigkeit? Den anderen, weil I mean, Justin Bieber?! Wenn sie aber gerade keine Marvel Filme im Kino schaut, oder Justin Bieber Dokus auf N24, dann handwerkert sie am liebsten unter Anleitung von YouTube Tutorials, wie „How to Fliesen verlegen“, „Dübeln leicht gemacht“ oder „Wie lande ich beim bohren (nicht) bei meinem Nachbarn“. Deshalb ist es völlig okay, wenn ihr zwei linke Hände habt, Hauptsache ihr könnt kochen (oder zumindest ihr habt die gängigen Youtube-Kochkanäle abonniert), das kann Gesche eher nur so semi. Genaue Vorstellungen hat sie trotzdem. Auf die Frage, was sie gerne isst, antwortet sie „Viel!“ und am liebsten viel von Salat mit Walnüssen, Tomate, Gurke, Feta, danach viel Braten mit Kartoffeln und Rotkohl und zum Nachtisch viel Mousse au Chocolat. Zum Glück verrät sie aber auch, was sie abgesehen von (viel) Wasser, gerne trinkt. Wein, Whisky mit Cola und Tequila. Da das Sprichwort ja nur „Bier auf Wein, das lass sein“ besagt und Gesche, wie schon erwähnt, kein Bier trinkt – perfekt !

Wenn du schöne Hände hast und angesagte Schuhe trägst, ist der Rest übrigens so gut wie egal. Eine Affinität zu Helene Fischer muss aber trotzdem nicht sein. Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss und das ist nicht atemlos durch die Nacht zu galoppieren. Lieber tanzend und grölend auf Beginner Konzerte gehen, zusammen TKKG zum einschlafen hören, weil ‚Die drei ???‘ zu gruselig sind, The Walking Dead auf Netflix schauen oder Doppelkopf spielen. Mit Offenheit, Leidenschaft, Ehrlichkeit und einer 2+ in Kommunikation und Zuhören, kriegst du bei Gesche dann bestimmt auch eine eins mit Herzchen und eine Traummann-Ehrenurkunde zum übers Bett hängen. Du solltest allerdings keine ausgeprägte Clownsphobie haben, davon schlafen nämlich gleich drei bei Gesche. Und ja, bei der Frage: Mann oder Clown? – Clown! Ohne zu überlegen! Bäm! Als Gegenleistung fürs brüderliche Teilen, bekommst du mit ihr einen von Grund auf ehrlichen Menschen, der nie lügt und im Bad nicht lange braucht. Win-Win, oder?

Gesche sammelt nicht nur Postkarten, sie reist auch gerne. Als letzte war sie in Paris und in New York. Als nächstes geht sie mit ihrer besten Freundin zehn Tage nach Schottland zum wandern und den Ben Navis (den höchsten Berg) zu besteigen. Reisen findet sie, um das mit ihrem aktuellen Lieblingswort auszudrücken „Mega!“, genauso wie Bagger fahren (mega!) und Groschenromane (mega!). Obwohl ihr ‚Der letzte, erste Blick‘ in der Buchhandlung kaufen, doch etwas unangenehm ist, dann lieber E-Books oder ‚Selfies‘ von Jussi Adler Olsen, was sie auch aktuell liest.

Am Wochenende trifft man Gesche eher in Münster als in Ingolstadt, weil da im Gegensatz zu Ingolstadt überhaupt was geht. Dort ist sie gerne in Kneipen und Restaurants, aber am liebsten im ‚Das Golden‘, weil es dort die besten Burger in musikalischer Begleitung gibt. Zwar nicht in Form von Kollegah, Haftbefehl und SSIO, aber damit kann Gesche leben. Von der Art her, ist sie übrigens wie ihre Lieblingssänger: Gerade heraus und direkt. Wenn da eine ihrer Freundinnen einen, in Gesches Augen, Vollidioten mitbringt, dann sagt sie schon, dass sie ihn auch für einen hält. Zum Glück, weil welche Frau kennt das nicht, wenn ihr die Liebe mal wieder alle Sinne verstopft, dass sie sich da gerade einen alten Schuh und keinen dicken Karpfen an Land gezogen hat. Sehen halt auch oft gleich aus, da kann man froh sein, wenn man eine Freundin wie Gesche hat, die einen auf den Irrtum hinweist.

Wenn du also auch lieber Bagger als Achterbahn fährst, trinkfest und eventuell nicht wie alle ihre Exfreunde Grafikdesigner bist, dann zieh dir doch noch die letzten Folgen ‚Das perfekte Dinner‘ rein, schmeiß die Helene Fischer CDs aus dem Auto und stell den Tequila kalt. Dann kommt Gesche auch zum ersten Date nach München, zwar nicht mit dem Bagger, dafür vielleicht mit Darth Vader Maske (habe ich vergessen zu erwähnen, dass sie Star Wars auch mega findet?).

Sie ist zwar nicht dein Vater, dafür ein verdammt guter Fang. Ich schwöre auf das Haar auf meinem rechten Busen!

Mama findet mich schön

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Heute morgen bin ich mit der U2 zum Königsplatz gefahren. Mit abwechselnd Lambert oder dem Audioguide in den Ohren (um den Feiertagsansturm akustisch auszublenden) habe ich auch Instagram und meine Follower mitgenommen. Neben all den arrangierten Sonntagsfrühstückstischen mag ich gerne Kontent produzieren. Auch wenn er noch so klein ist. Ich mag den Menschen da draußen, die mir folgen etwas mitgeben, ab und zu Kunst zeigen, Bücher ans Herz legen, Musik visualisieren – meine Begeisterung, meine Leidenschaft teilen. Natürlich verirrt sich immer mal wieder ein Selfie, weil es Tage gibt, an denen ich denke: „Hey, heute sehe ich mindestens mittel aus, lass das mal die Welt wissen“ oder ein, zwei, zwanzig Boomerangs, wie ich die Rolltreppe im Untergrund des Münchner Flughafens vor und zurückfahre. Ich liebe meinen Instagramaccount – mein kleines, buntes Kunstprojekt. Aber vor knapp einem Jahr hatte ich keine Lust mehr. Bin für ein paar Monate abgetaucht, weil ich sauer war. Sauer auf mich und die Menschen da draußen, die ich nicht fassen kann, weil ich sie nicht kenne, wahrscheinlich noch nie gesehen habe. Ich weiß, dass die Plattform Spaß machen soll, dass es nicht um Follower oder Likes geht, dass ich meine Schönheit nicht anhand Klicks messe, weil meine Mama mich schön findet. Aber was bis heute nicht in meinen Kopf geht, ist, wieso bekommen grundsätzlich Selfies die meiste Aufmerksamkeit ? Wieso kann ich mir zwischen Aufstehen und Arbeit die Lippen rot anmalen, mich in den Bereich meiner Wohnung stellen, in dem das Licht am besten ist, zwei bis zweihundert mal auf den Auslöser meines Handys drücken, einen Filter über das beste legen und es mit irgendeinem klugen Spruch in meinem Feed posten und dafür +/-1000 Herzchen und +/-100 Follower dafür bekommen, während grundsätzlich Bücher und Kunst irgendwo bei 100 Likes und 10 flüchtenden Followern rumdümpeln ? Ich möchte das gerne verstehen. Liegt das an meinem Account ? Schüre ich falsche Erwartungen ? Oder liegt das an der breiten Masse, die nach äußerlicher, vorgegaugelter Perfektion hechelt ? Ich meine, jeder der bei gesundem Verstand ist, weiß, dass die Menschen dahinter im echten Leben anders aussehen und vor allem auch sind. Zum Glück gibt es keinen Filter für den ersten Eindruck oder das komplette #reallife. Ich bin auch nicht das süße, belesene, kunstverstehende Mädchen, das mein Account vielleicht vermitteln mag, sondern das, das bei einem Date im Museum laut ausspricht, dass es denkt „aus Lottomitteln finanziert“ bedeute, man habe oft im Lotto gewonnen. Ich mag meine Zeit auch nicht damit verschwenden Leuten zu folgen, damit sie mir zurückfolgen, um damit eine höhere Reichweite zu generieren, weil ich das für falsch und erbärmlich halte. Ich mag teilhaben lassen, an meinem völlig normalen Leben, in dem ich viel lese, aber nicht belesen bin, in dem ich Ausstellungen besuche, aber einen Kandinsky nicht von einem Klee unterscheiden muss, in dem ich male und zeichne, nicht des Endergebnisses wegen, sondern wegen dem Weg dorthin, in dem ich Fotos von mir selbst mache, weil ich mich gerade in dem Moment schön finde, aber nicht immer. Ich mag nicht mehr Likes oder mehr Follower, ich mag nur ein bisschen mehr Tiefe, mehr Hintergrund, Menschen die versuchen zu verstehen und berühren wollen anstatt zu scrollen.

Und ich würde lügen, würde ich behaupten, die Bestätigung in Form von Likes und Kommentare für mein Gesicht würden mir nicht gefallen und würden mich komplett kaltlassen. Aber was ist das am Ende wert ? Ich hoffe, dass wir dem Konzept, das uns die Netflix Serie Black Mirror fürchterlich gruslig und irgendwie auch erschreckend realitätsnah aufzeigt, unsere Miete, Toastbrot und Socken mit virtueller Anerkennung zu bezahlen, noch weit entfernt sind. Ich hoffe, dass wir uns wieder rückbesinnen, zu den wirklichen Werten. Dass wir einsehen, nicht von der ganzen Welt geliebt werden zu müssen, dass es reicht, wenn das einer tut.

Wundschorf

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Du warst irgendwie plötzlich da, mit deinem verschmitzten Lachen, den zerknitterten T-Shirts und einem Kopf voller Geschichten und unendlichem Wissen. Hast Blumen gepflückt, sie an meine Glückseligkeit gesteckt, mich angelächelt und gesagt, dass du magst, wie ich male. Und während du Butter auf dein Hemd geschmiert hast, habe ich ein Zuhause in deinen Worten gefunden.

Notiz vom Vorjahr.

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2017, ich freu mich auf dich ! Vielleicht können wir Freunde werden, ab und zu Sex haben, ganz unverbindlich, ungezwungen und schauen, wo es uns hinführt ? Bisschen feiern gehen, ‚Sun‘ auf dem nächsten Two Door Cinema Club Konzert laut und voller Inbrunst mitsingen, ab und zu zusammen einschlafen, uns gegenseitig aus unseren Lieblingsbüchern vorlesen und Spaghetti an die Wand werfen, um zu schauen ob sie al dente sind. Ich werde nicht so viele Erwartungen in dich stecken, wie in deinen Vorgänger, weil ich sonst wieder mehr weine als lache, öfter aufgebe als durchhalte, mehr Träume an Beton gebunden im Meer versenke, als Wimpern von meiner Fingerkuppe puste. Alles ganz locker und dann schauen wir was passiert. Ob wir das nächste Silvester dann zusammen feiern werden oder du mit Magen-Darm-Grippe im Bett liegst. (Was auch nicht so schlimm wäre, weil ich super Suppe kochen kann.)

Processed with VSCO with hb2 presetDas einzige was zählt, und das weiß ich nach letztem Jahr mehr als nach allen 27 zuvor, ist Familie, Liebe, Vertrauen, Gesundheit und Herz.

„Rührei geht!“

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Franziska ist eine waschechte Zuazongne, wie man in Bayern sagt. Für alle, die damit semi-viel anfangen können: Franzi ist aus einer anderen Stadt in das schöne München gezogen. Aus Thüringen nämlich. Wohnt jetzt aber schon so lange hier, dass sie sich nicht nur heimisch fühlt, sondern auch schon fast zu den Einheimischen zählt. Wea ko, dea ko! Aufgewachsen ist sie in einem typischen Plattenbau, während die Mauer noch stand. Mitbekommen hat sie von der aber wenig, da sie damit beschäftigt war, den Sportunterricht zu schwänzen. Weil hey, lieber eine 6 als Volleyball und lieber No Angels als Backstreet Boys. Unterschreiben wir genau so. Anziehen durfte sie sich aber nicht wie ihre Lieblingsgirlband. Anstelle eines Leopardenminikleides und der obligatorischen Miss-Sixty-Jeans mit Reißverschluss am Po, gab es einmal im Jahr eine Sommer- und eine Winterausrüstung. Punkt.

Franziska machte noch schnell ihren Führerschein (den sie seitdem nie wieder gebraucht hat, weil nie wieder gefahren), verabschiedete sich direkt nach ihrem Realschulabschluss 2003 von Kleinstadt und Eltern und zog zu ihrer Schwester in die Großstadt – nach München. Dabei ließ sie den Wunsch nach Schlaghosen und Leoprint zum Glück hinter sich, begann eine Lehre im Einzelhandel und einen neuen Lebensabschnitt. Lebte den Traum einer (Achtung, kein Scherz!) Miederwarenfachverkäuferin. Badabäm! Mehr sexy geht kaum. Schlüpfer verkaufen war ihr aber schnell nicht genug, sie holte ihren Fachwirt nach und landete sehr erfolgreich und nicht weniger sexy bei COS als Führungskraft. Badaboom! Wo sie bis heute arbeitet und sich vorstellen kann, das auch in den nächsten Jahren zu tun. Kontinuität is the shit, meine Damen und Herren.

Wenn Franziska aber mal nicht arbeitet, beim Nike-Run mitmacht oder sich abends ihr Outfit für den nächsten Tag im Kopf zusammenstellt, weil sie sonst nicht einschlafen kann, fährt sie seit zwei Jahren Rennrad. Richtig lange Touren nach Freising zum Beispiel, um den Kopf vom Alltag und schlechten Tinderdates freizubekommen. Als Durstlöscher gibt es dann ein Glas Milch und das Rad (ihr Baby) darf praktisch mit am Tisch sitzen. Es ist nur dann nicht dabei, wenn sie durch Berlin, Amsterdam oder Rom tourt, da nimmt sie dann doch lieber das Flugzeug. Und obwohl sie Tiere nicht mag (sorry, aber mit süßen Katzenvideos könnt ihr beim ersten Date nicht punkten, den weißen Gaul also zu Hause im Stall lassen), geht sie bei ihren Städtetrips gerne in den Zoo. Was ihr auch lieber ist, denn im Sommer lauert an der Isar hinter jedem Handtuch ein wilder Hund, vor denen sie eine Heidenangst hat.

Deshalb sucht Franzi auch keinen Mann zum Pferde stehlen, höchstens zum Fische füttern. Fische sind nämlich okay. Solange sie sie nicht kochen muss, das kann sie nicht mal nach dem Kochkurs, den sie zum 30. Geburtstag geschenkt bekommen hat, ist alles gut. Ein Glück für ihre Freundinnen, dass es Foodora und Deliveroo gibt und sie zu ihren sonntäglichen Tatortabenden nicht jedes mal Nudeln und Rührei (gleichzeitig Anfang und Ende ihrer Kochkünste) essen müssen. Mit ihren Mädels geht sie abends auch gerne in der Loretta Bar oder im Cotidiano am Gärtnerplatz etwas trinken, dann tauscht sie auch das Glas Milch gegen eine Flasche guten Wein. Ihre ausschweifenden Partyzeiten sind allerdings fast vorbei, tanzen tut sie meistens nur noch beim Putzen oder ab und zu im Beverly Kills.

Musik mag Franzi gerne ruhig, zum Beispiel von ‚Ich will keinen Zentimeter mehr zwischen uns‘-Clueso. Menschen mag sie im Ausgleich gesellig, gesprächig, laut. Komm, wir gehen jetzt Stand-up Paddeln!“, „Komm, wir gehen jetzt Weißwurstfrühstücken!“, „Komm, wir gehen jetzt raus!“-Menschen. Ja, genau solche! Wenn die gleichzeitig noch kochen können und nicht bei Tom Tailor einkaufen gehen, bekommt Franziska Herzaugen und Spaghettibeine. Die hat sie bei ihrem Heiratsantrag mit 23 in Paris leider nicht bekommen. Ihre Vorstellungen von Romantik und die ihres Freundes gingen damals so weit auseinander, da hätten locker die Rosenfelder aller RTL The-Bachelor-Staffeln dazwischen gepasst. Er so: „Hotelzimmer!“ Sie so: „Eiffelturm!“ Er so: „Ring aus dem Koffer holen und besser nichts sagen.“ Sie so: „Kniefall!“, „Love of my life“, „Willst du mich heiraten?“ Ja mei, nicht so schlimm, den Hochzeitswalzer kann sie sowieso nicht. Dann begnügt sie sich lieber mit Büchern, aktuell liest sie, seit März 2016, Bis ich dich finde von John Irving. 1139 Seiten können aber auch ganz schön lang sein.

Wenn du einigermaßen gerade Zähne hast und unserer Franzi Schlittschuhlaufen und Inlineskaten beibringen kannst, dann melde dich. Franziska ist nämlich nicht nur von innen und außen wunderschön, sie hat auch keine Lebensmittelunverträglichkeiten, dafür eine enorme Sammlung an weißen Sneakern, geht gerne ins Theater und weint bei Liebesfilmen nicht. Jackpot! Und wer weiß, vielleicht radelt ihr schon morgen gen Sonnenuntergang (oder zumindest in den Zoo)?

PS: Wer nicht schreibt, datet seine Mutter.

Fotos: Christin Büttner

Erschienen auf: imgegenteil.de

 

Front Row im Schlafanzug

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Während die ganze Modeszene vergangene Woche im Fashion Week Fieber war, lag ich mit Fieber im Bett. Gar nicht so übel, denn dank Instagram Stories und Snapchat tat ich das Front Row in warmen Stricksocken anstatt in unbequemen Heels im Schnee. Aber auch völlig abgesehen von Grippewelle und verschnupften Taschentüchern, sind unsere eigenen vier Wände so viel mehr als nur Rückzugsort geworden. Zuhause sind wir 5-Sterne-Köchinnen, Schaumkronentaucherinnen, Beauty-Salon-Inhaberinnen, Floristinnen, Stylistinnen, … Und das alles in der immer gleichen Schlabberlookuniform: die Jogginghose, die wir gefühlt seit unserer Konfirmation besitzen (und auch iiirgendwie noch reinpassen), das Sprücheshirt, das wir bei unserem letzten Frustkauf super witzig fanden (aber hey, die „Queen at night“ sind wir tatsächlich nur noch im Schlafanzug) und die selbstgestrickten Socken unserer Oma. Mein Freund sagt dazu immer: „Wenn deine Kolleginnen dich so sehen könnten, die würden dich nicht mehr ernst nehmen !“. War mir bis dato völlig Wurst, weil mich so, außer meinem Freund, nur der DHL-Bote sah.

Obwohl uns unser Zuhause so wichtig geworden ist, ist uns trotzdem so egal, wie wir dort aussehen? Schluss mit Hosen, denen man vor lauter Peeling, nur noch am Schnitt ansieht, was sie eigentlich sind, Schluss mit Ach-so-lustigen-Sprüche-Shirts, dessen Ablaufdatum im Teeniealter war. Ich habe drei Looks zusammengesucht, bei denen sogar der Postbote gerne in den vierten Stock läuft und man auch Front Row im Bett neben den Looks auf Snapchat gut aussieht.

Sommer, Sonne, Saint Laurent

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Auch wenn wir gerade noch knöcheltief in unseren Mou Boots und Lammfellhandschuhen stecken, ist der Frühling nicht weit. Und so lang die Isar noch zugefroren ist, ist genau die richtige Zeit, es uns Zuhause mit unserem iPad gemütlich zu machen und die Neuankömmlinge der kommenden Saison zu shoppen, die Lust auf Sommer, Sonne, Saint Laurent machen.